Das Neue neben dem Alten

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Hertha BSC hat heute Mittag die Ergebnisse seiner Machbarkeitsstudie vorgestellt. Nach Wünschen des Vereins soll ein neues Stadion in unmittelbarer Nähe zum Olympiastadion entstehen – wenn der Senat denn mitmacht.

von Björn Leffler

„Steil. Nah. Laut.“ – Unter dieses Motto hat Hertha BSC heute die Präsentation seiner Machbarkeitsstudie für einen Stadion-Neubau gestellt. Was in den Medien bereits vorab kolportiert worden war, wurde heute bestätigt: der Verein favorisiert einen Neubau auf dem Olympiapark-Gelände. Allerdings nicht, wie erst vermutet, auf dem Gelände des historischen Reiter- oder Hockeystadions, sondern direkt neben dem Olympiastadion, auf einem Teil der heutigen Trainingsplätze von Hertha BSC.

Mit dieser Variante möchte der Verein die Problematik „Denkmalschutz“ umgehen. Und der Standort ist und bleibt laut Verein die favorisierte Variante, da die infrastrukturelle Anbindung innerhalb und außerhalb der Stadtgrenzen unschlagbar ist. Hertha BSC plant mit einem Fassungsvermögen von 55.000 Zuschauern, also deutlich mehr als – wie zuletzt berichtet – mit nur 40.000 – 45.000 Plätzen.

Der Verein hat seine Vision in einer Video-Botschaft verpackt, die wir hier gern zeigen. Das Projekt hängt weiterhin stark vom Wohlwollen des Senats ab. Ob Hertha für die Spiele mit einem zu erwartenden Zuschaueraufkommen von mehr als 55.000 ins Olympiastadion ziehen wird, war den heutigen Ausführungen nicht zu entnehmen. Dies wird sicherlich Verhandlungsgegenstand in den Gesprächen mit dem Berliner Senat sein.

Eines machte Hertha heute aber erneut deutlich: sollte sich die Stadt stur stellen, gibt es eine Brandenburger Alternative, und zwar im Park Ludwigsfelde. Die Drohkulisse „raus aus Berlin“ ist also nicht vollends vom Tisch.

„Steil. Nah. Laut.“ – Herthas Stadionpläne im Video:

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