Pokalgeschichte im Moselstadion

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Die Stadiontore sind geöffnet. In Trier strömen derzeit die ersten Fans von Eintracht Trier und Borussia Dortmund in das im Trierer Norden am Moselufer gelegene Moselstadion. Auf der einen Seite die Fans der Eintracht, die auf eine Wiederholung der wundersamen Pokalrunde 1997/98 hoffen, als sie nacheinander den UEFA-Cup-Sieger Schalke 04 und den Champions-League-Sieger Borussia Dortmund aus dem Wettbewerb kegelten. Auf der anderen Seite die Dortmunder Fans, für die die Erfahrung von 1997 nur noch eine Anekdote in der großen Geschichte des Vereins ist und die in den letzten Jahren ein wenig Lässigkeit entwickeln konnten angesichts der dargebrachten Souveränität der Borussen im DFB-Pokal.

Seit 1930 wird an der Stätte des Moselstadions Sport getrieben und Fußball gespielt. Die Sportanlage „Auf der D’ham“, welche in der Zeit des Nationalsozialismus den Namen „Hermann-Göring-Stadion“ ertragen musste, führt seit den Gründungsjahren der Bundesrepublik den neutralen Namen „Moselstadion“. Das höchste Fassungsvermögen erreichte das Stadion auch in dieser Zeit mit 25.000 Zuschauern. Ganz ausverkauft war das Stadion damals jedoch nie, so dass der Zuschauerrekord bei etwa 23.000 Personen liegt, die in den 1950er Jahren das Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern verfolgen wollte. Inzwischen sind diese Kapazitäten genauso Geschichte wie die größeren Zeiten des Vereins. Heute finden lediglich 10.256 in der Trierer Arena Platz. Nichtsdestotrotz können wir ein stimmungsvolles Spiel erwarten. Die Pokalgeschichte von Eintracht Trier dient dabei als Verheißung und drohendes Momentum.

Wir freuen uns auf den Fußballabend und haben ein paar wenige Impressionen zusammengestellt. Viel Spaß mit der Erstrundenpartie des DFB-Pokals zwischen Eintracht Trier und Borussia Dortmund an einer Stätte, die Pokalgeschichte geschrieben hat…

SV Eintracht Trier 05 : FC St. Pauli

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