80 Jahre „Hinterkopf der Nation“

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Das Tor von Uwe Seeler gegen England im WM-Viertelfinale 1970 gegen England war, ist und bleibt legendär. Genauso wie Uwe Seeler selbst. Wir gratulieren dem DFB-Ehrenspielführer zum 80. Geburtstag.

Es gibt viele Bilder aus der ereignisreichen Karriere des Uwe Seeler, die sich tief in das Gedächtnis der deutschen Sportgeschichte eingebrannt haben. Seeler mit gesenktem Kopf etwa, nach der unglücklichen Niederlage im WM-Finale 1966 gegen Gastgeber England (obwohl lange kolportiert wurde, dass das Bild schon in der Halbzeit aufgenommen wurde). Oder Uwe Seeler, im HSV-Trikot, wie er zu einem seiner berühmten Kopfball-Torpedos ansetzte.

Was aber am meisten hängen geblieben ist, ist sein sensationelles Kopfball-Tor im WM-Viertelfinale 1970, als er kurz vor dem Ende zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich traf, nachdem Titelverteidiger England bereits 2:0 geführt hatte. Der letztliche 3:2-Sieg nach Verlängerung, in der Gerd Müller für die Deutschen noch spektakulär traf, ist längst Geschichte, wäre ohne Seelers rettendes Hinterkopftor aber nie zustande gekommen.

Die DFB-Karriere des Hanseaten wurde letztlich nicht von einem großen Titel gekrönt. Aber die Tatsache, dass er auch ohne Welt- oder Europameisterschaftstitel zu einem der populärsten Spieler der DFB-Historie und zu einem der fünf Ehrenspielführer gehört (als einziger ohne WM-Titelgewinn), macht deutlich, welch bedeutende Sportlerpersönlichkeit während und nach seiner aktiven Zeit Uwe Seeler war und ist.

Wenn „UnsUwe“ sich zur aktuellen Situation des HSV äußert, horcht ganz Hamburg auf, auch wenn sich die Aussagen des einstigen HSV-Präsidenten in den letzten Jahren doch sehr gleichen. Uwe Seeler gehört aufgrund seiner Bescheidenheit, seiner Integrität und Bodenständigkeit zu den beliebtesten Sportlern des Landes überhaupt.

Zum 80. Geburtstag des „ewigen Hamburgers“, der in den 60er Jahren ein schwindelerreged hohes Angebot von Inter Mailand ablehnte und bei „seinem HSV“ blieb, widmen wir ihm eine kurze filmische Hommage.

Alles Gute, Uwe!

 

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