Apropos argentinischer Fußball… River & Boca auf Titeljagd

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Wo wir heute schonmal beim argentinischen Fußball sind, haben wir noch drei wundervolle Schmankerl aus der weiten Welt der Filmschnipsel rausgesucht.

Unser erstes Fundstück zeigt eine sechsminütige Zusammenfassung des Final-Rückspiels der Copa Libertadores, der südamerikanischen Champions League, zwischen River Plate aus Buenos Aires und América de Cali aus Kolumbien.

Das Hinspiel hatten die Kolumbianer mit 1:0 gewonnen. Dementsprechend wurden sie im Rückspiel derart feurig-infernalisch empfangen, dass selbst Donald Rumsfeld ob der abgebrannten Pyrotechnik nur anerkennend mit der Zunge schnalzen würde. Was da in den Minuten vor dem Spiel an Bengalos, Böllern, Feuerwerkskörpern und Konfettiregen ins weite Rund des „Estadio El Monumental“gehobelt wird, raubt jedem – europäischen – Zuschauer den Atem. Der gemeine Argentiniert zuckt dabei vermutlich nur kurz. Das Spielfeld ist dann während der Partie mit derart viel Papierschnipseln übersäht, dass man schnell auf die Idee kommt, die Teams würden auf Schnee spielen. Unvorstellbar, dass ein deutscher Schiedsrichter im Jahre 2015 so eine Partie anpfeifen würde – er hätte sich vermutlich nicht mal aus der Kabine getraut.

River holte sich übrigens in diesem Spiel den Cup, durch zwei Tore eines gewissen Hernan Crespo, die im Video auch zu sehen sind. Damit konnte River den Cup nach 1986 zum zweiten Mal gewinnen.

Feuer frei:

 

Zu den ganz großen Teams auf dem südamerikanischen Kontinent zählt natürlich auch der Heimatverein von Diega Maradona, Boca Juniors Buenos Aires. Der erbitterte Erzrivale von River Plate, der – ebenfalls in der argentinischen Hauptstadt –  im namensgebedenden Viertel „La Boca“ beheimatet ist, zählt im Grunde jedes Jahr zu den Topfavoriten auf den Titel. Bis heute konnten die Boca Juniors die Copa Libertadores sechsmal erringen.

Im Final-Rückspiel des Wettbewerbs 2004 allerdings, wo sie als klarer Favorit in die Finalspiele gegangen waren, zwang sie Außenseiter Once Caldas aus Kolumbien ins Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden, und das Elfmeterschießen geriet für die Argentinier zur völligen Farce, so dass Once Caldas erst- und einmalig Sieger der Copa Libertadores wurde.

 

Der Verein konnte es verschmerzen, schließlich hatten sie bereits im Vorjahr den Pokal durch zwei deutliche Siege gegen den FC Santos aus Brasilien (2:0, 3:1) geholt und sich die Krone Südamerikas aufgesetzt.

Anschließend gewannen sie in Yokohama noch den Weltpokal gegen den AC Mailand mit 1:1 nach Verlängerung und 3:1 nach Elfmeterschießen. Es war der letzte Sieg einer südamerikanischen Mannschaft in diesem direkten Aufeinandertreffen mit dem europäischen Champions-League-Sieger, welches die FIFA seit 2004 als komplettes Turnier austragen lässt.

 

 

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