„Die Eintracht ist vom Pech begünstigt.“

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Wir wollen uns dem allgemeinen Hochgefühl im Dunstkreis der Frankfurter Eintracht anschließen und die ausgebrochene Euphorie mit ein wenig Historie versehen. Die Eintracht-Legende schlechthin (abgesehen von Fußballgott Alex Meier natürlich) wird heute 62. Karl-Heinz Körbel, landauf landab lediglich Charly gerufen, gehörte zu jenen gefürchteten Vorstoppern der 1970er und 1980er Jahre, mit denen nicht gut Kirschen essen war. Mit ihm errang die Eintracht immerhin vier DFB-Pokalsiege und konnte 1980 auch den UEFA-Cup als Adlerhorst bereitstellen. Nach seiner Karriere als aktiver Spieler versuchte er sich Mitte der 90er Jahre als Trainer, blieb dabei jedoch relativ erfolglos. Danach wechselte er in den Scouting-Bereich und war und ist als Berater der Eintracht immer noch Teil seines Herzensvereins. Die fußballerische Legende ist seit  Januar 2013 auch Teil des Frankfurter Stadtbildes. Sein Konterfei ist als eine der zwölf „Säulen der Eintracht“ in der Frankfurter U-Bahn-Station Willy-Brandt-Platz ausgestellt.

Zum 62. Geburtstag wollen wir wie üblich zum Ehrentag ein paar Anekdoten aus der Mottenkiste kramen und nostalgisch aufwerten. Der Rekordspieler der Bundesligageschichte mit 602 Einsätzen für Eintracht Frankfurt verabschiedete sich am 08. Juni 1991 standesgemäß von der damals noch nicht so schillernden Fußballbühne. Ein rüdes Foul von hinten in die Beine brachte ihm am vorletzten Spieltag die vierte gelbe Karte ein, die damals eine Sperre im nächsten Spiel nach sich zog.  So beendete der „treue Charly“ am Hamburger Millerntor gegen den FC St. Pauli erzwungenermaßen eine Woche zu früh seine Karriere. Natürlich ist in den Weiten des world wide web dieses Foul, das Geschichte geschrieben hat, bestens archiviert. Alles gute, Charly! Wir wünschen dir den wohl verdienten 603. Bundesliga-Einsatz. Vielleicht kann da Alex Meier ja was deixeln…

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