Die Liga der Eisernen

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Text: Björn Leffler
Fotos: Thomas „Tom“ Schulze

Es ist wohl keine Übertreibung, wenn man die sogenannte „Union Liga“ als tradisionsreichste Freizeitliga Berlins und eine der ältesten Freizeitligen Deutschlands bezeichnet. Im Sommer 1981 begann die Geschichte dieser ganz außergewöhnlichen Fußball-Liga.

Bei der „Union-Liga“ handelt es sich selbstverständlich keineswegs um den geregelten Fußballbetrieb für Mitglieder der Christlich-Demokratischen Union, sondern um eine Freizeitliga, in der ausschließlich Fans, Anhänger und Sympathisanten des 1. FC Union Berlin spielen.

Auf die enge Verbundenheit zum Kultclub aus Köpenick wird bei den Verantwortlichen der Liga, die die Liga mit viel Herzblut und einem hohen organisatorischen Aufwand betreiben, sehr großer Wert gelegt. Wer nicht eindeutig seine Liebe zum 1. FC Union bekundet, hat in dieser Liga absolut nichts verloren. Da helfen im übrigen auch keine Scheinbekenntnisse. Jedes Team muss eine gewisse Anzahl an Dauerkarten- und Vereinsmitgliedern vorweisen.

Das vermeintlich strenge Reglement führt zu einer wirklich geschlossenen und verschworenen Gemeinschaft, die sich regelmäßig zu Mannschaftsleitersitzungen und Saisonabschlussfeiern in der Union-Fankniepe „Abseitsfalle“ in der Hämmerlingstraße zusammenfindet – im Schatten der Alten Försterei.

Die Union-Liga setzt sich aus mehreren Ligen mit klaren Auf- und Abstiegsregularien und verschiedenen Pokal-Wettbewerben zusammen. Es gibt eine eingleisige erste Liga, zwei Zweitligastaffeln und eine dritte Liga. Insgesamt spielen aktuell 39 Teams im organisierten Ligabetrieb gegeneinander. Amtierender Meister der 1. Liga und gleichzeitig Pokalsieger ist das Team der „Primitives„.

In einigen Ligen wird zudem noch ein Ligapokal unter den Staffelmannschaften ermittelt. Der wirklich relevante Wettbewerb ist hingegen der traditionsreiche Union-Pokal, der ebenfalls bereits seit über 30 Jahren ausgespielt wird. An diesem Wettbewerb können auch Mannschaften teilnehmen, die nicht oder nicht mehr am regelmäßigen Ligabetrieb teilnehmen. Wichtig ist nur eines: die Liebe zum 1. FC Union.

Der Verein fördert und unterstützt die Freizeitwettbewerbe seiner Fans. Mitunter findet das Finalspiel des Union-Pokals sogar vor einem Heimspiel der Profimannschaft in der Alten Försterei vor tausenden von Zuschauern statt.

Wer mehr über die Union-Liga in Erfahrung bringen möchte, kann sich hier informieren: www.unionliga.de

Fotograf Thomas „Tom“ Schulze ging vor einiger Zeit für uns mit seiner Kamera auf die Suche und knipste bei einem Drittliga-Spiel der Union-Liga. Dabei ist eine intensive und beeindruckende Bilderreihe herausgekommen, die einen spannenden Eindruck von Berlins Freizeitfußball-Kultur liefert.

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